Blick auf den Ötscher, © Michael Liebert

Auf heiligen Wegen

Mit dem oberösterreichischen Mariazellerweg und dem Sonntagbergweg führen zwei traditionsreiche Pilgerwege durch Region der Eisenstraße Niederösterreich.

Die Eisenstraße Niederösterreich ist nicht nur das Durchzugsgebiet, sondern auch das Ziel zahlreicher Pilger. Neben der barocken Basilika am Sonntagberg zieht es die Wallfahrer auch zu kleineren Kirchen.

War früher eine Wallfahrt ein „Beten mit den Füßen“, begeben sich die Pilger heute nicht nur aus religiösen oder spirituellen Motiven auf die heiligen Wege. Viele Wanderer nutzen das Pilgern als bewusste Entschleunigung vom Alltag und als „Wellness für Körper und Seele“. Pilgern hat an der Eisenstraße eine lange Tradition, liegt die Region doch im Dreieck der bedeutenden Wallfahrtsorte Mariazell, Maria Taferl und Sonntagberg. Neben den großen Zielen besitzt die Eisenstraße aber auch kleinere Wallfahrtskirchen. Z. B. die in St. Leonhard am Walde, seit 1826 Ziel der Wiener Fiakerfahrer. Oder die neobarocke Kirche Maria Seesal in Ybbsitz, die nicht nur eine Pilgerstation auf dem oberösterreichischen Mariazellerweg, sondern auch eine beliebte Hochzeitskirche ist.

Oberösterreichischer Mariazellerweg

Der am Pöstlingberg in Linz startende OÖ Mariazellerweg ist die wichtigste Pilgerroute, die vom Westen aus nach Mariazell führt. Der je nach Routenwahl bis zu 170 km lange Weg verläuft ungefähr zur Hälfte in Oberösterreich und zur Hälfte im Mostviertel. Stationen an der Eisenstraße sind unter anderem Waidhofen/Ybbs, Ybbsitz, Lunz am See und Lackenhof am Ötscher, bevor es durch die Ötschergräben nach Mitterbach weitergeht.

Sonntagbergweg

Der Sonntagbergweg verbindet die wohl beiden wichtigsten niederösterreichischen Wallfahrtsorte – die Basilika in Maria Taferl und jene am Sonntagberg. Die 78 km lange Route führt vom Donau-Ufer zum sanften Hügelland der Eisenstraße und verläuft teilweise auf dem alten Jakobsweg.